Recht und Gesetz
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Achtung:
Die folgenden Seiten stellen kein Angebot im Sinne einer Rechtsberatung dar. Bei den hier dargebotenen Informationen handelt es sich um öffentliche Informationen (z.B. Gesetzestexte) und Erläuterungen, die die Sachverhalte näher erklären. Insbesondere übernimmt das Jungsforum-Team keine Gewähr für die Richtigkeit der hier angebotenen Informationen. Wir versuchen dennoch nach bestem Wissen und Gewissen, diese Seiten aktuell zu halten.


Es ist in der heutigen Zeit nicht einfach, als Boylover zu leben. Es sind neben den Problemen wie Einsamkeit oder Depressionen auch sehr oft gesellschaftliche Aspekte, die fast jedem Boylover den Kopf zerbrechen, vor allem sind es Gesetze, um die sich die Sorgen der User drehen. Einige User im Jungs-Forum hatten noch nie Kontakt mit der Polizei, der Staatsanwaltschaft oder dem Gericht und sind verunsichert, was erlaubt ist und was nicht. Viele User gehen davon aus, dass sie nie Kontakt mit der Polizei haben werden und sind im Ernstfall schliesslich und endlich nicht vorbereitet darauf, wenn es doch einmal passiert, sei es unschuldig oder nicht. Auf der anderen Seite gibt es im Jungs-Forum User, die vorbestraft sind oder schon einmal im Knast waren.

Kommt man eigentlich ins Gefängis, weil man Boylover ist ? Ist es eigentlich verboten, dieses Forum zu lesen oder in das Forum zu schreiben ? Wird jeder Boylover abgehört ? Wie sicher ist ein Treffen mit einem anderen Boylover ? Handelt es sich bei jedem Treffen von Boylovern schon um eine kriminelle Vereinigung ? Fragen ... Fragen ... Fragen über Fragen. Diese Liste könnte ewig so weitergehen. Es ist die Unsicherheit und die Unwissenheit, die viele Boylover teilweise in paranoide Wahnvorstellungen treiben lässt. Wir möchten mit diesen Seiten ein Stück Unsicherheit durch Wissen und durch Erfahrungen und Ratschläge ersetzen.

Es spricht kein Gesetz dagegen, Boylover zu sein und seine Meinung zu verbreiten, weder in Deutschland, noch in der Schweiz, noch in Östereich, noch in Kanada, wo der Server des Jungs-Forums steht.

Was genau treibt Boylover allerdings in einen kriminelle Ecke ? Was genau ist verboten und was nicht ? Es geht sehr oft um sogenannte "sexuelle Handlungen" oder um "Kinderpornographie" im Zusammenhang mit "sexuellen Missbrauch", so die Gesetze. Was genau das ist, weiss niemand so genau, möglicherweise hilft ein wenig Hintergrundwissen weiter, so haben wir versucht, ein wenig Informationen zu den Gesetzestexten zu sammeln und haben sie hier veröffentlicht.

So sehr "sexuelle Handlungen" oder "Kinderpornographie" verboten sind, so sehr sind Boylover oft in der Schusslinie von falschen Verdächtigungen oder Unterstellungen. Es werden in diesem Bereich oft Behauptungen aufgestellt. Es wird verleumdet und die Wahrheit gegen dich ausgelegt und nicht selten geraten Boylover in eine Falle der Justiz durch unglückliche Geständnisse und finden keinen Ausweg, obwohl sie möglicherweise unschuldig sind, aber nicht wissen, wie sie sich wehren können. Mit unseren Rechtstipps wollen wir versuchen, den Usern ihre Rechte verständlich zu erklären und ihren Verfahrensweisen erläutern, sich gegen den Staat zu wehren, sofern man der Meinung ist, dass man ungerecht behandelt wurde.

Generell möchten wir dabei betonen, wie überhaupt das System der Justiz in Deutschland funktioniert. Man spricht in Deutschland von der 3-Gewalten-Teilung, von der Legeslative, dazu gehören vor allem Politiker des Bundestages und des Bundesrates, die über Gesetze beraten und Gesetze erlassen oder ändern können. Dann gibt es die Exekutive. Dazu gehört die Polizei, die darauf achtet, dass Gesetze eingehalten werden und schliesslich gibt es die Judikative. Dazu gehören die verschiedenen Gerichte, die bei einem Verstoß gegen ein Gesetz in einem Verfahen Urteile und Sanktionen, also Strafen, erlassen können.

Um überhaupt mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen, muss eine Anzeige bei der Polizei vorliegen. Liegt keine Anzeige vor, dann kann nichts unternommen werden.

Die Polizei kann nicht gegen dich vorgehen, ohne eine Anzeige oder einen Verdacht in den Händen zu haben !

In jeder Anzeige wird ein Tatbestand aufgenommen. Ob dieser Tatbestand für eine Anzeige reicht wird bei der Polizei geklärt. Bei diesem sogenannten Tatbestand handelt es sich immer um einen Behauptung, in der ein oder mehrere Täter als schuldig und verdächtig angenommen werden und generell gilt, dass jede Behauptung in einem Verfahren bewiesen werden muss. Dieses Verfahren läuft in Stufen ab:

1. Die Polizei klärt, ob es sich bei dem Tatbestand um ein Straftat handelt und versucht einen Täter zu finden. Dabei versucht sie Beweise u.a. durch Hausdurchsuchungen oder Befragungen von Zeugen oder durch eine Vorladung des Verdächtigen oder durch medizinische Tests zu finden. Handelt es sich um einen Straftatbestand und ist ein möglicher Täter gefunden so wird der Fall an die Staatsanwaltschaft weitergegeben. Eine Anzeige kann auch "gegen unbekannt" laufen. In dieser Situation hat die Polizei die Aufgabe, den Täter zu identifizieren. Es gibt einige Methoden bei der Polizei, vor allem bei der Kriminalpolizei und bei den Landeskriminalämtern um einen Täter zu finden. Schnell werden Verdächtigungen ausgesprochen und zu oft sind Geständnisse und Speichelproben auf dem Tisch, obwohl man vielleicht unschuldig ist. Daher raten wir dringend:

Keine Aussage gegenüber der Polizei!

Niemand ist verpflichtet, der Polizei irgendetwas zu sagen. Selbst Zeugen müssen lediglich vor Staatsanwaltschaft oder Gericht aussagen. Und für Angeklagte oder Beteiligte gilt auch vor Gericht: Niemand muss sich selbst belasten. Von diesem Recht auf Aussageverweigerung sollte man unbedingt konsequent Gebrauch machen. Man braucht gegenüber der Polizei lediglich seine Personalien (Name, Anschrift, Geburtsdatum, Geburtsort, Staatsangehörigkeit und Beruf) angeben, das ist alles.
Die Erfahrung zeigt, dass immer wieder Betroffene glauben, durch eine "Aufklärung" der Polizei Schaden abwenden zu können - das ist aber ein gefährlicher Trugschluss. Alles, was du sagst, wird gegen dich verwendet! Selbst wenn du manches sagst und nur zu Teilgebieten schweigst, wird dies zu deinem Nachteil interpretiert. Das Einzige was hilft, ist eine konsequente Verweigerung jeglicher Aussage!

Ohne einen Anwalt ist man oft verunsichert wie man mit dieser Situation umgehen soll und was überhaupt genau los ist. Ein Anwalt hat das Recht in die Akte der Anzeige zu schauen und kann dir genau erklären, was vorgefallen ist, und wie man am besten vorgeht. Anwälte können oft sogar eine Einstellung des Verfahrens noch vor dem Ansetzen einer Gerichtsverhandlung erreichen. Daher raten wir dringend:

Kein Verfahren ohne einen guten Anwalt! Kein Verfahren ohne Akteneinsicht!

2. Die Staatsanwaltschaft prüft, ob es sich bei der angeblichen Tat wirklich um eine Straftat bzw. um einen Bruch von bestehenden Gesetzen handelt. Ist diese Bedingung erfüllt, kommt es zur Anklage und sie prüft ob dieser Straftatsbestand "zur Hauptverhandlung zugelassen wird" ( dem Gericht vorgeführt wird ). Bereits an dieser Stelle kann ein Anwalt viel beeinflussen, und oft kommt es durch anwaltlichen Einsatz bei zweifelhafter Beweislage schon hier zu einer Einstellung des Verfahrens.

Ohne Anklage von der Staatsanwaltschaft kann niemand verurteilt werden!

3. Das Gericht entscheidet, ob der angebliche Täter schuldig ist oder nicht und bestraft den Schuldigen oder spricht den Verdächtigen von seiner Anklage frei ! Jeder Bürger des Landes hat das Recht, die Entscheidung des Gerichts (bezüglich Schuldspruch und Strafmaß) durch ein höheres Gericht überprüfen zu lassen ( durch Berufung oder Revision ). Nicht selten urteilen Provinzgerichte niedriger Instanzen (Amts- oder Landgerichte) deutlich strenger und erst ein höheres Gericht urteilt sachlicher und unter Beachtung aller höchstricherlicher Vorgaben.

Die Polizei, die Staatsanwaltschaft und das Gericht haben die Aufgabe, die Schuld des Täters zu beweisen!

Nicht der Täter seine Unschuld!

Bis zum Beweis der Schuld ist man unschuldig!





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